Der Westen und seine Vorurteile gegenüber den Muslimen-Eine Bestandsaufnahme und ein Versuch der Aufklärung

Juli 16, 2007

“Das Vorurteil ist ein Floß,
an das sich der schiffbrüchige Geist
klammert.“

Zunächst eine ausgewählte Bestandsaufnahme:

„Alle Muslime sind potentielle Terroristen“
„Muslime sind christenfeindlich“
„Muslime sind judenfeindlich“
„Der Islam ist intolerant und eine blutrünstige Religion“
„Muslime sind antiwestlich“
„Muslime sind antidemokratisch“
„Muslime sind frauenfeindlich“
„Muslime sind integrationsfeindlich“
„Muslime sind minderwertig“
„Muslimische Länder sind unsicher. Muslime sind ein fanatisierter Mob“
„Irak, Iran, Syrien sind das „Reich des Bösen“

Dies sind nicht die einzigen Vorurteile, die über Muslime im Gebrauch sind, aber sie sind in der aktuellen Diskussion über das wechselseitige Verhältnis des „Westens“ und der Muslimischen Welt die am weitesten verbreiteten (Fehl)-Ansichten.

Landläufig ist man der Auffassung, dass ein Vorurteil eine wertende, häufig negative, wenig reflektierte Meinung darstellt.
Hinsichtlich der Muslime existiert in der so genannten nicht-muslimischen Welt und in diesem Fall dem so genannten (christlichen? jüdischen?) „Westen“ ein Reichtum von Vorurteilen gegenüber von Muslimen, der in seiner beständigen historischen Starrheit unerschütterlich erscheint. (Dem Begriff „Westen“ wird das „so genannt“ vorausgeschickt, weil auf der Basis des universalen Selbstverständnisses des Islams keine geographischen Grenzen für den Islam existieren.)

Muss man sich über negative Vorurteile den Kopf zerbrechen?
Muss man sich mit Ihnen auseinandersetzen?
Muss man sie Ernst nehmen? Den Rest des Beitrags lesen »


Dumme Gedanken!

Juli 11, 2007

„Dumme Gedanken hat jeder,
nur der Weise verschweigt sie.“
Wilhelm Busch

Sehr geehrter Herr Innenminister Schäuble,

der Sommer ist in Deutschland ins Wasser gefallen, es stürmt, regnet und donnert, vielleicht ist dies der inspirative Anlass für Ihren vorherbstlichen Geistesblitz in Sachen Terrorabwehr und innerer Sicherheit.
Ein Handy- und Internetverbot für so genannte „Gefährder“ und als Sahnehäubchen oben drauf der vorsorgliche Abschuss derselben, dies ist schon ein spannendes Paket, das Sie da zu schnüren versuchen. Übrigens der Begriff „Gefährder“ sollte von Ihnen abschließend definiert werden, denn wenn Sie darunter potentielle Terroristen verstehen, dann sind doch alle in diesem Land lebende Menschen denkbare Gefährder, Sie eingeschlossen, oder muss man einer bestimmten Religion angehören, um als „Gefährder“ eingestuft zu werden.!
Dass die von Ihnen erdachten Verbote in der praktischen Umsetzung daran scheitern werden, weil die Polizeikräfte, angesichts der steten Personalreduzierung, gar nicht in der Lage sind, derartige Verbote durchzusetzen, daran haben Sie augenscheinlich nicht gedacht. An die gesetzlichen Hürden, die sich Ihnen entgegenstellen, erinnere ich gar nicht mehr, denn Gesetze ändert man ganz einfach, wenn man sie schon nicht ignorieren darf, dann hat alles wieder seine Richtigkeit, frei nach dem Motto „Was kümmert mich mein Geschwätz -pardon- Gesetz von gestern“.
Apropos Stelleneinsparungen im Bereich der Polizei, steckt dahinter eigentlich Kalkül, um auf diese Weise den Einsatz der Bundeswehr im Inneren als unabdingbare Notwendigkeit zu postulieren?

Aber zurück zu Ihrem Thema, der Inneren Sicherheit! Den Rest des Beitrags lesen »