Kommentar zu Prof. Wolffsohn in der FAZ „Anatomie des Terrors“ 06/05,Teil 2

August 24, 2006

Im Irak geht es nicht um die Ablehnung der Demokratie, sondern um die Ablehnung der Besatzungsdemokraten und die Ausrichtung des Ergebnisses auf amerikanische Interessen in der Region.

Die amerikanische Außenpolitik fordert auf der einen Seite den Abzug syrischer Truppen aus dem Libanon, da freie Wahlen unter Besatzung nicht stattfinden können, hält aber im gleichen Atemzug freie Wahlen im Irak unter Besatzung für möglich.

Den Rest des Beitrags lesen »


Kommentar zu Prof. Wolffsohn in der FAZ „Anatomie des Terrors“ 06/05,Teil 1

August 24, 2006

Die Anatomie ist die Kunst des Sezierens. Jede einzelne Körperregion wird getrennt und fein säuberlich nach Knochen, Muskeln Gefäßen und Nervensträngen untersucht, um Wissen zu erlangen und einen Blick für die Details zu gewinnen.

Eines verliert der Anatom bei der Beschäftigung mit einem Körper allerdings nicht aus dem Blick, den ganzen Körper.

Der Anatom weiß nämlich um das Zusammenspiel und die gegenseitige Abhängigkeit der unterschiedlichen Körperregionen, die im lebendigen Zustand individuell nicht existieren könnten, und im toten Zustand individuell betrachtet nur Wissensfragmente vermitteln können, aber keine Sinnhaftigkeit.

Jeder Chirurg muss ein guter Anatom sein, wenn er ein Problem beseitigen will, aber jeder Chirurg weiß auch um die Auswirkungen, die seine Skalpellschnitte körperweit verursachen.

Wolffsohn ist kein guter Anatom und kann aus diesem Grund auch kein guter Chirurg sein. Er seziert den Terror, ohne ihn zu definieren, und er betrachtet ihn aus verschiedenen Positionen, und erklärt diese zu Hauptpositionen und vernachlässigt die Interpendenz.

Den Rest des Beitrags lesen »